Durch Freunde lernte er seinen späteren Meister kennen. Der gab ihm die Bücher von Saber Multani zum Lesen. In kürzester Zeit las er alle Bücher Saber Multanis durch. Durch einen Selbstversuch hatte er nach 2 Monaten weder Augenjucken noch Augentränen. Die Heilung seiner Augen überzeugte ihn von dieser Medizin. Dieses war der Anfang seines unermüdlichen Studiums. Er hatte nicht nur einen Meister in der Medizin sonder auch einen Sufimeister der für seine Charakterfindung zuständig war. Nur mit dieser Ausbildung war es ihm möglich vielen Menschen zu helfen. Manche kamen ohne Hoffnung je wieder gesund zu werden und gingen mit neuen Lebensmut nach Hause.
Ich begann mich für seine Arbeit zu interessieren. Zuerst brachte er mir die Wertschätzung der Nahrungsmittel, Gewürze und Kräuter bei. Danach das Mischen verschiedener Kräuter und Gewürze und wie diese für die verschiedenen Temperamente angewendet werden. Die Bestimmung der Temperamente und die Beurteilung der Urinbilder war die umfassendste Ausbildung die mein Mann mir gab. So wurde ich in den 16 Jahren die wir zusammen gearbeitet haben immer vertrauter mit der elementaren Organtherapie nach Avicenna und Saber Multani.
Sein früher Tod am 7. August 2009 war nicht nur für mich ein schwerer Schlag sondern auch für seine vielen Patienten die nicht nur ihren Arzt und Lebensberater sondern auch einen Freund verloren haben. Sein Leben war seine Religion und seine Medizin.
In seinem Sinne führe ich die Ernährungsberatung weiter. Meine Aufgabe ist weiterhin die Bestimmung des individuellen Temperamentes durch Beurteilung des Pulses und des Urinbildes. Der Schwerpunkt der Beratung liegt darin, den Patienten den Umgang mit den für sie richtigen Nahrungsmitteln zu erläutern.
Im Januar 2015
Manuela Marjorczyk