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5 Wärmende Wintersuppen nach Avicenna für jedes Temperament

Der Winter fordert unseren Körper heraus: Kälte, Nässe und wenig Sonnenlicht schwächen die Lebenskraft. Nach Avicennas Lehre ist die Suppe das ideale Wintergericht – sie wärmt von innen, ist leicht verdaulich und lässt sich perfekt an jedes Temperament anpassen. In diesem Artikel stellen wir Ihnen fünf traditionelle Wintersuppen vor, die Ihren Körper nähren, wärmen und stärken.

Warum Suppen im Winter so wichtig sind

Nach der Avicenna-Medizin hat der Winter die Qualität kalt-feucht (Element Wasser). Diese Eigenschaften dringen von außen in unseren Körper ein und können das innere Gleichgewicht stören. Warme Suppen wirken dem entgegen:

Die Vorteile von Suppen im Winter:

  • Wärmende Wirkung: Suppen bringen Wärme ins Körperinnere und gleichen die äußere Kälte aus
  • Leichte Verdaulichkeit: Die flüssige Form entlastet die Verdauung und spart Energie
  • Nährstoffreichtum: Alle wertvollen Inhaltsstoffe bleiben in der Brühe erhalten
  • Feuchtigkeitsausgleich: Bei trockener Heizungsluft versorgen Suppen den Körper mit Flüssigkeit
  • Anpassbarkeit: Durch Gewürze lässt sich jede Suppe an jedes Temperament anpassen
  • Heilkraft: Suppen stärken das Immunsystem und helfen bei Erkältungen

Die Grundprinzipien für Wintersuppen nach Avicenna

Bevor Sie mit den Rezepten beginnen, beachten Sie diese wichtigen Prinzipien:

1. Immer warm servieren
Suppen sollten heiß gegessen werden, niemals lauwarm oder kalt. Die Wärme ist Teil der Heilwirkung.

2. Gewürze sind essentiell
Gewürze machen Suppen nicht nur schmackhaft, sondern verstärken die wärmende Wirkung und unterstützen die Verdauung.

3. Ghee verwenden
Butterschmalz (Ghee) ist das beste Fett für Wintersuppen. Es wärmt, nährt und macht die Suppe bekömmlicher.

4. Frische Zutaten
Verwenden Sie hochwertige, frische Zutaten. Die Qualität der Zutaten bestimmt die Heilkraft der Suppe.

5. Temperament beachten
Jede Suppe lässt sich durch die Wahl der Gewürze an Ihr persönliches Temperament anpassen.

Temperament-Schnellübersicht

Zur Erinnerung – welches Temperament braucht welche Qualitäten im Winter:

  • Kalt-Feucht (Temperament 1): Braucht maximale Wärme und Trockenheit → viele wärmende Gewürze
  • Kalt-Trocken (Temperament 2): Braucht Wärme und Feuchtigkeit → wärmende, saftige Suppen
  • Warm-Trocken (Temperament 3/4): Braucht moderate Wärme und Feuchtigkeit → ausgleichende Suppen
  • Warm-Feucht (Temperament 5/6): Braucht sanfte Wärme und leichte Trockenheit → milde, gut gewürzte Suppen

Rezept 1: Traditionelle Lammknochenbrühe – Die Heilsuppe des Winters

Für wen besonders geeignet: Alle Temperamente (mit Anpassungen), ideal für Kalt-Feuchte
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Zubereitungszeit: 2-3 Stunden (größtenteils unbeaufsichtigtes Köcheln)
Portionen: 4-6

Zutaten:

  • 1 kg Lammknochen mit Fleisch (oder Lammhaxe)
  • 2 Liter Wasser
  • 3 große Möhren
  • 2 Stangen Lauch oder Porree
  • 2 Zwiebeln
  • 1 kleines Stück Sellerie (Knolle oder Stange)
  • 1 Bund Petersilie (frisch)
  • 1 Bund Koriander (frisch)
  • 3 EL Ghee
  • Salz nach Geschmack

Grundgewürze (für alle Temperamente):

  • 8 Nelken
  • 10 Pfefferkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Zimtstange (optional)

Temperamentspezifische Gewürzmischung (beim Servieren zugeben):

Für Temperament 1 (Kalt-Feucht):

  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Kardamom (gemahlen)
  • 1 TL Ingwer (frisch gerieben oder gemahlen)
  • ½ TL schwarzer Pfeffer

Für Temperament 2 (Kalt-Trocken):

  • 1 TL Koriander (gemahlen)
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • ½ TL Ingwer
  • ½ TL Kurkuma

Für Temperament 3/4 (Warm-Trocken):

  • 1 TL Koriander (gemahlen)
  • ½ TL Kurkuma
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • Weniger Pfeffer

Für Temperament 5/6 (Warm-Feucht):

  • 1 TL Koriander
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • ½ TL Fenchelsamen
  • 1 Prise Kardamom

Zubereitung:

  1. Knochen vorbereiten: Lammknochen gründlich waschen. In einen großen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken.
  2. Erste Kochphase: Wasser mit den Grundgewürzen (Nelken, Pfefferkörner, Lorbeer, Zimt) zum Kochen bringen. Sobald es kocht, Hitze reduzieren und den entstehenden Schaum gründlich abschöpfen.
  3. Gemüse vorbereiten: Möhren schälen und in große Stücke schneiden. Lauch waschen und in dicke Ringe schneiden. Zwiebeln halbieren. Sellerie grob würfeln.
  4. Gemüse zugeben: Alles Gemüse (außer den frischen Kräutern) zur Brühe geben. Auf niedriger Hitze 2-3 Stunden sanft köcheln lassen.
  5. Fleisch lösen: Nach 2-3 Stunden sollte sich das Fleisch leicht von den Knochen lösen lassen. Knochen herausnehmen, Fleisch ablösen und in mundgerechte Stücke schneiden. Knochen zurück in die Brühe geben und weitere 30 Minuten köcheln lassen (für mehr Nährstoffe).
  6. Brühe abseihen: Brühe durch ein feines Sieb gießen. Das Gemüse kann nach Geschmack püriert und wieder zugegeben werden oder separat gegessen werden.
  7. Gewürze rösten: In einem separaten Topf das Ghee erhitzen. Die temperamentspezifische Gewürzmischung kurz anrösten (ca. 30 Sekunden), bis sie duftet.
  8. Finalisieren: Die abgeseihte Brühe zu den gerösteten Gewürzen geben. Fleischstücke und frisch gehackte Petersilie und Koriander hinzufügen. Mit Salz abschmecken.
  9. Servieren: Heiß servieren, gerne mit warmem Brot oder Reis als Beilage.

Warum ist diese Suppe so heilsam?

Lammknochenbrühe ist in der Avicenna-Medizin die Königin der Heilsuppen:

  • Sehr wärmend: Lammfleisch hat die stärkste wärmende Wirkung aller Fleischsorten
  • Nährstoffreich: Knochenbrühe enthält Kollagen, Mineralien und Aminosäuren
  • Stärkend: Perfekt bei Schwäche, nach Krankheit oder bei Erschöpfung
  • Verdauungsfördernd: Die Brühe ist leicht verdaulich und stärkt die Verdauungskraft
  • Immunstärkend: Hilft dem Körper, Erkältungen vorzubeugen oder zu bekämpfen

Tipp für Eilige: Die Brühe lässt sich gut auf Vorrat kochen und portionsweise einfrieren. Beim Aufwärmen erneut mit frischen Gewürzen würzen.

Rezept 2: Kürbis-Karotten-Suppe mit Ingwer – Die Samtige

Für wen besonders geeignet: Alle Temperamente (sehr anpassungsfähig)
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Zubereitungszeit: 45 Minuten
Portionen: 4

Zutaten:

  • 600g Kürbis (Hokkaido oder Butternut)
  • 400g Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Stück frischer Ingwer (ca. 4 cm)
  • 3 EL Ghee
  • 1 Liter Gemüsebrühe oder Wasser
  • 200 ml Sahne oder Kokosmilch (optional)
  • Salz nach Geschmack

Gewürze (Basis für alle Temperamente):

  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Koriander (gemahlen)
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • ½ TL Zimt

Temperamentspezifische Anpassungen:

Für Temperament 1 (Kalt-Feucht):

  • Zusätzlich: 1 TL frisch geriebener Ingwer, 1 Prise Cayennepfeffer
  • Sahne weglassen oder durch Mandelmilch ersetzen

Für Temperament 2 (Kalt-Trocken):

  • Sahne großzügig verwenden (250 ml)
  • Zusätzlich: 1 EL Honig zum Süßen

Für Temperament 3/4 (Warm-Trocken):

  • Ingwer reduzieren (nur 2 cm)
  • Sahne oder Kokosmilch verwenden
  • Cayennepfeffer weglassen

Für Temperament 5/6 (Warm-Feucht):

  • Moderate Ingwermenge beibehalten
  • 1 TL Fenchelsamen zugeben
  • Sahne nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Gemüse vorbereiten: Kürbis schälen (bei Hokkaido nur waschen) und würfeln. Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebeln fein würfeln. Ingwer schälen und fein reiben.
  2. Anschwitzen: Ghee in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln glasig dünsten. Ingwer und alle Gewürze zugeben und kurz anrösten (ca. 1 Minute).
  3. Gemüse zugeben: Kürbis und Möhren zugeben und 2-3 Minuten mitdünsten.
  4. Köcheln: Mit Brühe oder Wasser aufgießen. Zum Kochen bringen, dann auf mittlerer Hitze 25-30 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse sehr weich ist.
  5. Pürieren: Mit einem Stabmixer fein pürieren, bis die Suppe samtig ist.
  6. Verfeinern: Sahne oder Kokosmilch einrühren (je nach Temperament). Mit Salz abschmecken.
  7. Servieren: Heiß servieren. Optional mit gerösteten Kürbiskernen, einem Klecks Schmand oder frischen Korianderblättern garnieren.

Warum ist diese Suppe so beliebt?

  • Universell anpassbar: Durch die Gewürze für jedes Temperament geeignet
  • Cremig und sättigend: Die Kombination aus Kürbis und Möhren macht lange satt
  • Immunstärkend: Kurkuma und Ingwer haben entzündungshemmende Eigenschaften
  • Verdauungsfördernd: Alle Zutaten sind leicht verdaulich und bekömmlich
  • Vitaminreich: Beta-Carotin, Vitamin C und viele Mineralien

Tipp: Diese Suppe schmeckt am nächsten Tag noch besser, wenn die Gewürze durchgezogen sind.

Rezept 3: Pistaziensuppe – Die Persische Delikatesse

Für wen besonders geeignet: Warm-Trockene Temperamente (3/4), auch für Kalt-Trockene
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Zubereitungszeit: 40 Minuten
Portionen: 4

Zutaten:

  • 200g ungesalzene Pistazien (geschält)
  • 100g Mandeln (geschält)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Ghee
  • 1 Liter Gemüse- oder Hühnerbrühe
  • 200 ml Sahne
  • 1 TL Kurkuma
  • ½ TL Kardamom (gemahlen)
  • ½ TL Zimt
  • Salz und weißer Pfeffer
  • Optional: 1 EL Rosenwasser

Zubereitung:

  1. Nüsse vorbereiten: Pistazien und Mandeln in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten (2-3 Minuten). Abkühlen lassen.
  2. Nussmasse herstellen: Die Hälfte der Pistazien und alle Mandeln mit etwas Brühe im Mixer fein pürieren, bis eine glatte Paste entsteht.
  3. Zwiebeln dünsten: Zwiebeln fein würfeln. In Ghee glasig dünsten. Gewürze (Kurkuma, Kardamom, Zimt) zugeben und kurz anrösten.
  4. Suppe aufbauen: Nussmasse zu den Zwiebeln geben und gut verrühren. Nach und nach die Brühe zugießen und dabei ständig rühren.
  5. Köcheln: 20 Minuten auf niedriger Hitze köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.
  6. Verfeinern: Sahne einrühren. Mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken. Optional einen Spritzer Rosenwasser zugeben.
  7. Servieren: Heiß servieren und mit den restlichen grob gehackten Pistazien garnieren.

Warum ist diese Suppe besonders?

  • Ausgleichend: Pistazien haben eine kühlende, ausgleichende Wirkung – perfekt für warm-trockene Temperamente
  • Nährstoffreich: Voller gesunder Fette, Proteine und Mineralien
  • Luxuriös: Eine festliche Suppe für besondere Anlässe
  • Traditionell: Ein klassisches persisches Rezept aus der Avicenna-Küche
  • Sättigend: Trotz Leichtigkeit sehr nahrhaft und sättigend

Hinweis: Für kalt-feuchte Temperamente mehr wärmende Gewürze (Ingwer, Pfeffer) zugeben, um die kühlende Wirkung der Pistazien auszugleichen.

Rezept 4: Dal-Suppe (Rote Linsensuppe) – Die Kraftspendende

Für wen besonders geeignet: Kalt-Trockene und Warm-Feuchte Temperamente
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Zubereitungszeit: 35 Minuten
Portionen: 4

Zutaten:

  • 250g rote Linsen
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Stück frischer Ingwer (3 cm)
  • 3 Tomaten (frisch oder aus der Dose)
  • 3 EL Ghee
  • 1,5 Liter Wasser oder Gemüsebrühe
  • 1 Bund frischer Koriander
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz nach Geschmack

Gewürze:

  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 2 TL Koriander (gemahlen)
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Garam Masala (oder Curry)
  • ½ TL Cayennepfeffer (nach Temperament)

Temperamentspezifische Anpassungen:

Für Temperament 2 (Kalt-Trocken):

  • Alle Gewürze wie angegeben
  • Mehr Ghee verwenden (4 EL)
  • Mit Sahne oder Joghurt servieren

Für Temperament 5/6 (Warm-Feucht):

  • Cayennepfeffer reduzieren
  • Mehr Kurkuma und Koriander
  • Mit frischen Kräutern reichlich garnieren

Zubereitung:

  1. Linsen vorbereiten: Rote Linsen gründlich waschen und abtropfen lassen.
  2. Gewürzbasis: Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer fein hacken. Ghee in einem Topf erhitzen und alles glasig dünsten.
  3. Gewürze rösten: Alle Gewürze zugeben und 1-2 Minuten anrösten, bis sie duften.
  4. Tomaten zugeben: Tomaten (gewürfelt oder püriert) zugeben und 3-4 Minuten mitköcheln.
  5. Linsen kochen: Gewaschene Linsen und Wasser/Brühe zugeben. Aufkochen, dann auf mittlerer Hitze 20-25 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen zerfallen.
  6. Konsistenz anpassen: Die Suppe sollte cremig sein. Bei Bedarf mehr Wasser zugeben oder länger einkochen für dickere Konsistenz.
  7. Abschmecken: Mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Frischen Koriander unterrühren.
  8. Servieren: Heiß servieren, mit einem Klecks Joghurt oder Ghee und frischem Koriander garnieren.

Warum ist Dal-Suppe so wertvoll?

  • Proteinreich: Ideal für vegetarische Ernährung im Winter
  • Wärmend und stärkend: Die Gewürze wärmen von innen
  • Verdauungsfördernd: Kreuzkümmel und Koriander unterstützen die Verdauung
  • Sättigend: Linsen machen lange satt ohne zu beschweren
  • Entgiftend: Kurkuma unterstützt die Leberreinigung

Tipp: Dal schmeckt am zweiten Tag noch besser. Gut für Meal-Prep geeignet.

Rezept 5: Winterliche Wurzelgemüse-Brühe – Die Erdende

Für wen besonders geeignet: Alle Temperamente, besonders Kalt-Feuchte
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Zubereitungszeit: 50 Minuten
Portionen: 4-6

Zutaten:

  • 3 Möhren
  • 2 Pastinaken
  • 1 kleine Sellerieknolle
  • 2 Rote Bete
  • 2 Kartoffeln (optional)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Ghee
  • 1,5 Liter Wasser oder Gemüsebrühe
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund Thymian (frisch oder getrocknet)
  • Salz und Pfeffer

Gewürze:

  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Koriander (gemahlen)
  • ½ TL Kurkuma
  • 2 Lorbeerblätter
  • Nach Temperament: Ingwer oder Kardamom

Zubereitung:

  1. Gemüse vorbereiten: Alles Wurzelgemüse schälen und in gleichmäßige Würfel schneiden (ca. 2 cm).
  2. Rösten: Ghee in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch glasig dünsten. Gewürze zugeben und kurz anrösten.
  3. Gemüse anbraten: Das gewürfelte Wurzelgemüse zugeben und 5 Minuten mitbraten, damit es Röstaromen entwickelt.
  4. Köcheln: Mit Brühe oder Wasser aufgießen. Lorbeerblätter und Thymian zugeben. Zum Kochen bringen, dann 30-35 Minuten sanft köcheln lassen.
  5. Konsistenz wählen:
    • Variante A (stückig): Gemüse im Stück lassen für eine rustikale Suppe
    • Variante B (püriert): Die Hälfte pürieren für eine cremigere Konsistenz
    • Variante C (glatt): Alles pürieren für eine samtige Suppe
  6. Abschmecken: Mit Salz, Pfeffer und frisch gehackter Petersilie abschmecken.
  7. Servieren: Heiß servieren, mit einem Schuss Ghee und frischen Kräutern garnieren.

Warum ist diese Suppe so erdend?

  • Erdverbunden: Wurzelgemüse hat eine erdende, stabilisierende Wirkung
  • Nährstoffreich: Voller Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe
  • Vielseitig: Lässt sich nach Saison und Verfügbarkeit variieren
  • Wärmend: Die Kombination aller Wurzeln wärmt sanft und nachhaltig
  • Stärkend: Gibt Kraft und Stabilität in der kalten Jahreszeit

Saisonale Variationen: Im Spätwinter Schwarzwurzeln, Topinambur oder Steckrüben zugeben.

Wichtige Suppen-Weisheiten nach Avicenna

Wann Suppe essen?

  • Als Hauptmahlzeit: Mittags oder abends als vollwertige Mahlzeit
  • Bei Erkältung: Täglich warme Suppe unterstützt die Heilung
  • Bei Schwäche: Knochenbrühe ist aufbauend und stärkend
  • Im Winter: Mindestens 2-3 Mal pro Woche eine warme Suppe

Wie Suppe richtig essen?

  • Heiß servieren: Nie lauwarm oder kalt essen
  • Langsam löffeln: Bewusst und in Ruhe essen
  • Gut kauen: Auch flüssige Nahrung sollte „gekaut“ werden (im Mund bewegen)
  • Nicht trinken: Während und nach dem Essen möglichst nicht trinken

Was macht eine gute Wintersuppe aus?

  1. Wärmende Gewürze: Ingwer, Kreuzkümmel, Kardamom, Zimt
  2. Ghee als Fettbasis: Niemals pflanzliche Öle verwenden
  3. Frische Kräuter: Petersilie, Koriander, Thymian am Ende zugeben
  4. Richtige Konsistenz: Nicht zu dünn, nicht zu dick – sättigend aber leicht
  5. Temperamentgerechte Anpassung: Gewürze nach eigenem Temperament wählen

Gewürz-Guide für Wintersuppen

Hier die wichtigsten Gewürze und ihre Wirkung in Suppen:

Für maximale Wärme (Temperament 1 – Kalt-Feucht):

  • Ingwer: Stark wärmend, verdauungsfördernd
  • Kreuzkümmel: Wärmend, gegen Blähungen
  • Kardamom: Wärmend, beruhigend
  • Schwarzer Pfeffer: Sehr wärmend, stoffwechselanregend
  • Nelken: Stark wärmend, antiseptisch

Für Wärme mit Feuchtigkeit (Temperament 2 – Kalt-Trocken):

  • Koriander: Milde Wärme, befeuchtend
  • Kurkuma: Wärmend, entzündungshemmend
  • Zimt: Wärmend, süß, befeuchtend
  • Fenchel: Ausgleichend, sanft wärmend

Für Balance (Temperament 3/4 – Warm-Trocken):

  • Kurkuma: Kühlend, entzündungshemmend
  • Koriander: Ausgleichend
  • Fenchel: Kühlend, befeuchtend
  • Petersilie: Ausgleichend, frisch

Für sanfte Wärme (Temperament 5/6 – Warm-Feucht):

  • Koriander: Ausgleichend
  • Kreuzkümmel: Mäßig wärmend
  • Fenchel: Leicht kühlend, verdauungsfördernd
  • Thymian: Wärmend, aber mild

Suppen-Beilagen nach Avicenna

Zu jeder Suppe gehört die richtige Beilage:

Brot-Varianten:

  • Warmes Fladenbrot: Mit Ghee bestrichen
  • Vollkornbrot: Leicht geröstet
  • Kichererbsenbrot: Glutenfrei und nährstoffreich

Reis-Varianten:

  • Basmatireis mit Ghee und Kreuzkümmel
  • Wildreis mit Mandeln
  • Safranreis (für besondere Anlässe)

Toppings:

  • Frische Kräuter: Petersilie, Koriander, Dill
  • Geröstete Nüsse: Pistazien, Mandeln, Walnüsse
  • Schmand oder Joghurt: Für mehr Cremigkeit
  • Geröstete Gewürze: Kreuzkümmel, Koriandersamen
  • Ghee: Ein Löffel zum Schluss für mehr Wärme

Fazit: Suppen sind Medizin im Winter

Wintersuppen nach Avicenna sind mehr als nur Nahrung – sie sind Medizin, Wärme und Wohlbefinden in einer Schale. Durch die richtige Kombination von Zutaten und Gewürzen wird jede Suppe zu einem Heilmittel, das perfekt auf Ihr Temperament abgestimmt ist.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Warme Suppen gleichen die kalte Winterzeit aus
  • Gewürze sind essentiell für die Heilwirkung
  • Jede Suppe lässt sich an jedes Temperament anpassen
  • Regelmäßiger Suppengenuss stärkt das Immunsystem
  • Selbstgekochte Brühe ist die beste Medizin

Probieren Sie alle fünf Rezepte aus und beobachten Sie, wie Ihr Körper reagiert. Die Suppe, nach der Sie sich am wohlsten fühlen, ist höchstwahrscheinlich die richtige für Ihr Temperament.

Im Winter sollte mindestens 2-3 Mal pro Woche eine warme Suppe auf Ihrem Speiseplan stehen. Ihr Körper wird es Ihnen mit mehr Energie, besserer Gesundheit und innerer Wärme danken.

Wichtiger Hinweis: Individuelle Anpassung ist entscheidend

Bitte beachten Sie: Die in diesem Artikel vorgestellten Suppenrezepte sind als allgemeine Orientierung gedacht. Jedes Rezept enthält Anpassungen für verschiedene Temperamente – aber dies sind Richtwerte, keine individuellen Empfehlungen.

Welche Gewürze, welche Mengen und welche Zutaten für Sie persönlich optimal sind, hängt von Ihrem individuellen Temperament, Ihrem aktuellen Gesundheitszustand und Ihren Lebensumständen ab.

Die gleiche Suppe kann – je nach Gewürzung und Zubereitung – für einen Menschen heilsam und für einen anderen zu wärmend oder zu kühlend sein. Was den einen stärkt, kann den anderen belasten.

Diese Rezepte zeigen Ihnen die Grundprinzipien der Avicenna-Küche. Sie ersetzen jedoch keine persönliche Ernährungsberatung. Für einen wirklich auf Sie zugeschnittenen Speiseplan mit individuell angepassten Rezepten ist eine professionelle Temperamentsbestimmung unerlässlich.

Experimentieren Sie mit diesen Suppen, passen Sie die Gewürze an Ihr Wohlbefinden an und achten Sie darauf, wie Sie sich nach dem Essen fühlen. Ihr Körper gibt Ihnen die besten Hinweise!

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